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Die Vorteile:

Interkulturelle Kompetenz: Vielleicht der größte Vorteil eines Auslandssemesters. Studenten können Erfahrungen mit anderen Kulturen, anderen Bildungungssystemen und – je nach Art des Auslandssemesters – mit ausländischen Firmen sammeln. Solche Erfahrungen bei Arbeitgebern begehrt.

Persönliche Kompetenzen: Wer sich auf ein Auslandssemester einlässt, wird davon auch auf der persönlichen Ebene profitieren. In einem fremden Land zu studieren zwingt Studenten dazu, sich wirklich eigenständig um alle Probleme des Alltags zu kümmern und ihr Studium selbst zu organisieren. Diese organisatorischen – aber auch die zwischenmenschlichen – Kompetenzen, können die persönliche Entwicklung deutlich voranbringen und auch bei der späteren Karriere hilfreich sein.

Sprachkenntnisse: Ein Auslandssemester bietet Studenten die perfekte Gelegenheit, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Sollen diese Sprachkenntnisse später auch der beruflichen Entwicklung und Karriere zugutekommen, sollten sowohl das Land als auch die Bildungseinrichtung unter diesen Kriterien ausgewählt werden.

Erfahrungen: Dieser Vorteil ist nicht direkt auf die späteren Karrierechancen bezogen, spielt für Studenten jedoch eine wichtige Rolle. Das Studium im Ausland bietet die Möglichkeit, zahlreiche neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, die im gewohnten Umfeld nicht möglich wären. Diese Erfahrungen und Erlebnisse können die Studenten nachhaltig prägen und bereichern.

Die Nachteile:

Kosten: Das Kostenargument ist berechtigt. Ein Auslandssemester kann schnell fünfstellige Summen verschlingen und ist für Studenten daher nur schwer finanzierbar. Allerdings gibt es Austauschprogramme wie beispielsweise das Erasmus-Programm innerhalb der Europäischen Union, die teilweise mit Stipendien verbunden sind.

Langsamer Studienfortschritt: Wer sich nur auf einen möglichst schnellen Abschluss und den dafür notwendigen Fortschritt im Studium konzentriert, sollte von einem Auslandssemester eher Abstand nehmen. Das Studium an ausländischen Bildungseinrichtungen ist zwar oft fachlich anerkannt, die vermittelten Inhalte unterscheiden sich dennoch von denen deutscher Universitäten. Ein Auslandssemester kann daher den Wiedereinstieg in das deutsche Studium erschweren.

Doppelbelastung: Das Studium an einer fremden Universität kann für sich genommen bereits sehr anspruchsvoll sein. In Kombination mit einer Fremdsprache kann diese Doppelbelastung schnell zu einem echten Problem werden. Studenten sollten sich daher im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass die neue Sprache nicht nur eine Chance, sondern auch eine spürbare Belastung sein kann.

Fehlende Kontakte: Kritiker eines Auslandssemesters führen immer wieder das Argument ins Feld, dass Studenten in dieser Zeit ihre Kontakte in Deutschland vernachlässigen. Sie könnten beispielsweise nicht an Kooperationsprojekten deutscher Universitäten mit Unternehmen teilnehmen und gerieten dadurch ins Hintertreffen. Ob dieses Risiko wirklich so gravierend ist und zu einem echten Nachteil wird, muss individuell beurteilt werden.